Cover Hoch und Heilig 2
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Die Licht- und Schattenseiten des heiligen Untersberges spiegeln eine in Vergessenheit geratene Anderswelt wider. Der heutige Wanderer begegnet wieder den mythischen Wesen. In der Seele eines großen Berggeistes erkennt er sich selbst und die Wunder der Natur. Die Wiederver-zauberung der Welt beginnt an diesem Berg der Berge.

Vorwort
Dieser Untersberg wird auch genennt der Wunderberg, und zwar darum, weil er sowohl an äußerlich, sonderbar aber an innerer Gestalt viel Wunderwürdiges in sich fasset. (Aeußer, 1782) 

Kaum war das erste Buch über den Untersberg erschienen, da schienen seine Offenbarungen erst angefangen zu haben. Aufgrund meines Aufrufes im Nachwort meldeten sich viele Menschen, die besondere Begegnungen mit diesem Berg hatten. Auch meine eigenen Erfahrungen wuchsen und schon bald war klar, dass es ein weiteres Buch über ihn geben soll.
Aus dem Mythos Untersberg wird heute wieder der Wunderberg, den wir wahrhaftig erleben können und die Zeit rückt näher, dass er auch wieder so gesehen und genannt wird.
Jenen Wunderberg in der heutigen Zeit zu entmystifizieren entspricht nicht mehr dem Trend der Zeit, in der es wieder möglich ist, mit den Naturgeistern und Elementarwesenheiten in Kontakt zu treten oder gar ihre Sprache zu verstehen und zu sprechen. Es ist Zeit, wieder in die Magie und Wunderwelt der Natur einzutreten und sich verzaubern zu lassen.
Wenn wir uns mächtigen Berggeistern nähern, mit ihnen Kontakt aufnehmen, kommt es immer wieder zu beeindruckenden Resonanzen – andere mögen es Zufall nennen. Doch diese Resonanzen werden zu einem roten Faden in diesem Buch. So begann ich beim Erarbeiten des Manuskriptes für mein nächstes Untersbergbuch, mir darüber Gedanken zu machen, wie ich die alten und neu beschriebenen besonderen Örtlichkeiten am Berg besser darstellen könnte – sie in einen Gesamtzusammenhang zu präsentieren. Kartenausschnitte erschienen mir ein geeignetes Mittel, doch woher nehmen? Lizenzen sind teuer und eigene Versuche grafischer Kartierungen waren eher frustrierend. Aus einer „Eingebung“ heraus rief ich beim Berchtesgadener Plenk Verlag an, der auf Karten und Wanderführer dieser Region spezialisiert ist. Ich staunte nicht schlecht, als der Verleger mit mitteilte, dass er gerade an der Überarbeitung einer regionalen topografischen Karte sitzt, die ihm zur Herausgabe überlassen wurde und dass es sich anbieten würde, Kraftorte und Kultplätze in diese aufzunehmen – besser noch, sie sollten auch erklärt werden.
In kurzer Zeit entstand somit „Magisches Berchtesgadener Land – ein Führer zu den vergessenen und neuen Kraft- und Kultorten rund um den Untersberg“ mit integrierter Wanderkarte.
Die Lücke war gefüllt und während ich in der „Zauberkraft der Berge“ die Grundlagen zum Verständnis einer beseelten Natur und unseren Umgang mit ihr geschaffen hatte, formte sich der „Mythos Untersberg“ zu einem ganzheitlichen Einblick in ein großartiges Bergwesen und in einen heiligen Berg. Der Wanderführer mit Karte bietet jetzt ein Handbuch, das im Rucksack gut Platz findet und einen einzigartigen Gesamtüberblick schafft und zu eigenen geomantischen Forschungen anregt.
Ich erinnere mich an eine Landkreiskarte, auf die ich vor langer Zeit einmal diese magischen Orte zusammen mit Erdenergielinien mit Wandsteckern markiert und eingezeichnet hatte und die inzwischen in der Werkstatt unseres Bauernhofes verstaubt.
Nun ist es möglich geworden über unseren Wunderberg eine Art Enzyklopädie entstehen zu lassen, die ihn aus landschaftsmythologischer Sicht erklärt und seine Matrix versucht zu entschlüsseln.
Die erneute Liebeserklärung, Respekterweisung und Ehrerbietung eines Herzchakras der Erde wird in diesem Buch nun aber auch durch all die Menschen ermöglicht, die ich auf meinen Wegen zum Untersberg kennenlernen durfte. Menschen, die vorbehaltlos, oft aber auch verzaubert und eingefangen von seinem Ruf sich ihm näherten und mit ihm sprachen. Gerade diese Vielfalt von Eindrücken und Erfahrungen anderer soll ein Indiz für seine Wirkweise sein. Ich sehe mich dabei als Mittler zwischen den Welten, als ein Fadenzieher und Fadenverknüpfer eines lebendigen Netzes, das „hoch und heilig“ ist.