Motiv:                    
Der Herzstein im Kirchholz bei Bad Reichenhall, nahe dem Hotelrestaurant Klosterhof

Titel:                      
Schamanisches Räucherritual

Aufnahmedatum:  
17.02.2007

Historisches:           
Der “Herzstein” ist ein Kultstein des 20. Jahrhunderts. Er wurde im Rahmen von Kiesabbauarbeiten Anfang 1900 entdeckt bzw. freigelegt. Die versteckte Kiesgrube hat sich inzwischen selbst wieder renaturiert. Pflege- und Säuberungsaktionen haben dem Platz wieder ein würdiges Profil gegeben.
Somit ist jener Stein ein Beispiel fĂĽr die Entwicklung eines Kultplatzes und Kraftortes der Neuzeit. Schon bald nach seiner Entdeckung kam es zur Legendenbildung und zu kultischen Feierlichkeiten.
Auch eine Teufelssage ist aus jener Region bekannt.
Eine ältere Dame erzählte mir nach einem Vortrag, dass sie in Ihrer Kindheit oft bei dem damals als “Zauberstein” bekannten Felsen weilte.
Eine weitere ältere Einheimische berichtete mir, dass sie dort mit Jugendgruppen Jahreskreisfeste feierten.
In meiner 1. Vortragsreihe Heimatwege 2006/2007 schloss mit einer Fackelwanderung zum Herzstein jeder Vortrag ab.

Geologisches:         

Ein Freund erzählte mir, dass in seiner Schulzeit der Zugang zum “Herzstein” noch mit der Hinweistafel “Erratischer Block” beschildert gewesen ist und auch Schulausflüge dorthinführten.

Ein Findling, auch Erratischer Block genannt, ist ein heute meist einzeln liegender sehr großer Stein, der durch Gletscher während der Eiszeiten in seine heutige Lage verdriftet (transportiert und abgelegt) wurde. Die Grenze zwischen Findlingen und den kleineren Geschieben zieht man bei einem Volumen von einem Kubikmeter.
In der Jungsteinzeit wurden Findlinge im Norden Mittel- und Westeuropas zum Bau von Hünengräbern verwendet.
Die unverbaut liegengelassenen riesigen Steinblöcke tragen (teils seltsame) Eigennamen, die meistens mit Sagen und Legenden verbunden sind.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Findling

Geomantisches:
Der Herzstein ist das Zentrum der als “Reichenhaller Triskel” von Rainer Limpöck und Markus Lerach entdeckten geomantischen Dreiecks-Struktur mit seinen Eckpunkten:
Langacker - bronzezeitlicher Brandopferplatz und Sonnenkultplatz
Teufelsloch - ein Felsenloch im Lattengebirge, das als alpines Sonnenauge fungiert
Keltenschanze - ein Kultplatz im Reichenhaller Ortsteil Schwarzbach

Im Kirchholz wurde zur Bronzezeit bereits Sole - damals noch fast oberirdisch - gewonnen.
Im Museum Hallstatt kann man eine interessante Darstellung des Salzabbaus durch die Kelten besichtigen. Diese war auch in einer TERRA X-Sendung zu sehen:
die Kelten schlugen die Salzblöcke in Herzform aus dem Berg.
Somit hat sich durch die Entdeckung des Herzsteins seine Symbolhaftigkeit fĂĽr den Schatz des Reichenhaller Talbeckens
das weisse Gold, das Salz und damit die Sole ergeben.

Schamanisches:
In meiner schamanischen Arbeit war der Herzstein immer wieder ein geeigneter Kraftort und Kultplatz.
Es fanden dort auch schamanische Gedenkfeiern und Ă–koinitiaven statt.
Der Herzstein ist auch Bestandteil des 1. alpenschamanisch-geomantischen Kongresses Kraft der Erde und wird in diesem Rahmen vom Alpenschamanen David*Ho Zehnter und vom Alpenbarden Od*Chi besucht.

                                                               Impressionen vom Herzstein