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Mythos Untersberg Ein PowerPoint-Vortrag von Rainer Limpöck über Mythos, Heilkraft und Kult am Untersberg "Was ist das Geheimnis des Untersbergs, was macht ihn so begehrt, was macht ihn so verehrungswürdig und einzigartig" fragt der Bad Reichenhaller
Heimatforscher, Alpenschamane und Diplom-Sozialpädagoge Rainer Limpöck und gibt in seinem Vortrag "Mythos Untersberg" Antworten und Erklärungsvorschläge. "Wie oben so unten" zitiert er damit das hermetische Gesetz von den kosmischen Zusammenhängen, das gerade in der Naturbeobachtung und in der Geomantie erfahrbar wird. Start und Ziel ist die Marienwallfahrtskirche Großgmain und der danebenliegende Marienheilgarten gehört zu den Kraftzentren unserer Region und man hört
von vielen Heilerfolgen, die ein Aufenthalt dort oder das heilkräftige Wasser bewirkt haben sollen. Über eine der bekanntesten Quellheiligtümer bei der Madonna in der Almbachklamm wurde im Jahr 2006 auch im Radio in mehreren Folgen berichtet und auch der Referent schildert mit eindrucksvollen Bildern seine Erlebnisse in dessen Umfeld. Eine Sage von der Mittagsscharte weist auf ein mögliches Zeitphänomen hin, dass dort "alle paar Jahre an Maria Himmelfahrt" wirken soll. Limpöck war auf der Suche nach jenem legendären Zeitportal und lernte viele Menschen kennen, die ihm von - teilweise dramatischen - Zeitverlusten berichteten. Diese Zeitveränderung zeigt sich in einem bestimmten, begrenzten Gebiet des Berges. Geomanten sprechen dabei von einer extremen Verwerfungszone, die sich auch auf die Zeitqualität auswirken kann. Nach Limpöck haben Mythen stets einen wahren Kern, "den es wiederzuentdecken gilt". Er zeigt Bilder von Steinkreisen am Berg, die schon in der Frühgeschichte zu kultischen Zwecken erbaut wurden und deren Sinn man heute in astronomischen oder heilkundlichen Absichten entdeckt. Zu den Sommer- und Wintersonnwendzeiten macht der Sonnendurchgang durch das Teufelsloch im Lattengebirge (auch in Verbindung mit dem Sonnenaufgang über dem Untersberg) an bestimmten Beobachtungsorten im Tal eine exakte Bestimmung des Jahreskreises möglich. Während andererorts außerhalb der Alpen Megalithbauten und Kreisgrabenanlagen mühsamst errichtet werden mussten, konnten sich die Menschen der Vorzeit dank ihrer besonderen Naturbeobachtungsgabe an den Sonnenaugen (Teufelsloch) orientieren und ihren Kalender bestimmen.
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