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die Fotos 3 bis 6 wurden mir von Klaus Krebs ĂŒberlassen. Vielen Dank!
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Endstand der geomantischen Forschungen am Teufelsloch Winter 2003/2004: |
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und wie es der âZufallâ so will, noch wĂ€hrend des Schreibens am Abschlussbericht (24.01.04) erfahre ich, dass im Reichenhaller Tagblatt in der aktuellen Ausgabe ein groĂer Artikel ĂŒber das Teufelsloch und den Sonnendurchgang erschienen ist. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion kann ich diesen Artikel (zunĂ€chst noch ohne Bild) hier veröffentlichen: Die Sonne scheint doch durch das âTeufelslochâ BAYERISCH GMAIN - Das Lattengebirge mit seinen zerklĂŒfteten, eigenartigen Kalkfelsformationen auf dem Kamm ĂŒber Bayerisch Gmain hat schon von alters her Stoff fĂŒr Sagen und Legenden geliefert wie von der âSchlafenden Hexeâ oder der âSteinernen Agnesâ. Weniger bekannt ist das so genannte Teufelsloch, ein Felsentor in einer buckelartigen Erhebung etwa zwischen dem âAlpgartenâ und der âMontgelas-Naseâ. Es geht die Sage, dass um die Sommersonnenwende das Licht der sinkenden Sonne durch das Teufelsloch fĂ€llt, und dann höre man die Sennerin juchezen, die zur âSteinernen Agnesâ verwandelt auf dem Lattenberg steht. Als sie vom Teufel verfolgt wurde, sank sie vor der Felswand hilflos nieder und rief die Mutter Gottes um Beistand an. Da öffnete sich der Stein und gab einen Fluchtweg frei. Doch der Teufel war schon zu nahe. Er folgte der Sennerin durch das âTeufelslochâ, konnte des MĂ€dchens jedoch nicht habhaft werden, denn es wurde zu Stein verwandelt, und seine Seele fuhr in den Himmel auf. Soweit die Sage. Die âsagenhafteâ Behauptung, dass um die Sommersonnenwende Licht durch das Felsenloch fĂ€llt, bestreitet allerdings der Sagen-Forscher A. Helm in seinem BĂ€ndchen âHallthurmâ, 1960 vom Archiv des Berchtesgadener Landes herausgegeben. Auch um die Wintersonnenwende sei dies nicht der Fall. Diese Aussage kann ein Bayerisch Gmainer nun aber grĂŒndlich widerlegen. Er hielt sich an einem klaren Wintertag kurz vor Weihnachten in seinem Garten in der NĂ€he des Gasthauses âDreisesselbergâ auf, als kurz vor 13 Uhr die Sonne hinter dem Lattengebirge verschwand. Kurze Zeit darauf nahm er ein seltsames Leuchten wahr. Plötzlich stand er wieder im Licht, und mitten aus dem Felsen am Kamm des Gebirges fiel ein gebĂŒndelter Strahl wie von einem starken Scheinwerfer auf das GrundstĂŒck. Nach kurzer Zeit war der âSpukâ vorbei, und ĂŒbrig blieb nur ein kleiner weiĂer Fleck im Felsen, das âTeufelslochâ. Die Sonne hatte beim Untergehen eben durch dieses Loch geschienen. Da fiel ihm wieder das SagenbĂŒchlein ein, an dessen grafischem Entstehen er selbst als junger Mann mitgewirkt hatte, und die dort zu findende offensichtlich nicht zutreffende Aussage ĂŒber die Sonne und das Teufelsloch. Der Bayerisch Gmainer konnte das PhĂ€nomen mehrere Tage hintereinander beobachten zwischen dem 18. und 26. Dezember, allerdings nur von einem eng begrenzten Ort aus. Lediglich 15 Meter weiter, im Garten des Nachbarn, den er an seinem Erlebnis teilhaben lassen wollte, âfunktionierteâ die Teufelsloch-Erscheinung bereits nicht mehr. Die ErklĂ€rung dafĂŒr hat der Autor des Beitrags in dem BĂŒchlein âHallthurmâ allerdings parat. Er beschreibt die geologische Seltenheit exakt: Das Teufelsloch befindet sich demnach etwa 1.585 Meter hoch gelegen auf dem vom Dreisesselkopf nach SĂŒdost verlaufenden Felsenkamm, östlich des Keilkopfes. Es handelt sich um eine Auswitterung in Gestalt eines Felsentors oder Felsenfensters. Dieses ist rund drei Meter breit, auf der Nordostseite, die der Gmain zugewendet ist, rund 2,50 Meter hoch, und seine Tiefe beziehungsweise LĂ€nge betrĂ€gt etwa sechs Meter. Dass die hindurch fallende Sonne nur in einer kurzen Zeitspanne und von einem eng begrenzten Ort aus zu sehen ist, erklĂ€rt sich aus der Neigung des Lochs mit 35 Grad GefĂ€lle entlang der Gesteinsschichtung nach Nordosten. WĂŒrde man durch die Mitte dieses âTunnelsâ eine Linie ziehen, wĂŒrde diese im Garten des Beobachters auftreffen. Am deutlichsten ist das Teufelsloch entlang der Landesgrenze an der StraĂe von âSchaffelpointâ bis zum Gasthaus âDreisesselbergâ am WeiĂbach zu erkennen, nicht mehr aber weiter in Richtung Pass Hallthurm vom Fuchsstein aus, da es dort von dem Riedel mit dem Freimahderköpfl verdeckt wird. FĂŒr den Bayerisch Gmainer kam seine Entdeckung umso ĂŒberraschender, als er bereits seit mehr als 40 Jahren auf dem GrundstĂŒck wohnt und sich sehr oft im Freien aufhĂ€lt, bisher aber noch nie die Sonne durch das Teufelsloch hat scheinen sehen.
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Was haben Stonehenge (Wiltshire), Goseck (Sachsen-Anhalt) (Betrachtungen von Rainer Limpöck, 05.02.07) Stonehenge (Alter: 5000 Jahre) und Goseck (Alter: 7000 Jahre) sind von Menschen geschaffene, frĂŒhgeschichtliche Sonnenobservatorien insbesondere zur Bestimmung der Winter- und Sommersonnenwende. Diese sogenannten
Henge- (Erdwerk- Monumente) belegen, dass in Europa astronomische Kenntnisse weit frĂŒher vorhanden waren, als bis zu dem Fund von Goseck im Jahre 1991 erwartet werden durfte.Das Teufelsloch im Lattengebirge ist ein ânatĂŒrliches Sonnenobservatoriumâ
, das vom Tal aus eine genaue Bestimmung der Winter- und Sommersonnwendzeiten zulĂ€sst. Der Sonnendurchgang beim Teufelsloch galt bis in unsere Zeit als Mythos. Im Jahre 2003 konnte Rainer Limpöck zum ersten Mal das PhĂ€nomen beobachten und dokumentieren. Es folgten ausfĂŒhrliche archĂ€ologische und geomantische
Nachforschungen, die im Dezember 2006 ihren vorlĂ€ufigen Höhepunkt fanden. Dabei konnte er seine bisherige Vermutung, dass es nicht nur die zwei, auf einen GrabhĂŒgel bei Bayerisch Gmain bezogenen Ereignisse im November
und Januar gibt, sondern auch ein eigentliches âHauptereignisâ auf der gegenĂŒberliegenden Talseite bei GroĂgmain zu FĂŒssen des mystischen Untersbergs, der auch als âHerzchakra der Erdeâ bekannt ist, bestĂ€tigt finden:
Er konnte sowohl kalendarische ZusammenhĂ€nge aus christlicher und keltischer Zeit nachweisen, sowie astrologische ZusammenhĂ€nge. Es scheint ein lĂ€ngst vergessenes Wissen um die Bedeutung des Teufelslochs zu geben. Dies belegen noch die zahlreichen Sagen um das Teufelsloch, sowie Grabungen mit aufgefundenen Siedlungsspuren im Gebiet des GrabhĂŒgels. Auch die DĂ€monisierung nicht erklĂ€rbarer, ĂŒberirdischer VorgĂ€nge ist in den zahlreichen Teufels- und Hexenbenennungen im Alpenraum bekannt. Allein um das Teufelsloch gibt es noch nahegelegene Teufelshörner und eine Teufelsschlucht, wie alte Landkarten belegen. Auch das nahegelegene Gebiet des WeiĂbachs scheint noch einige Ăberraschungen zu bieten. Den TalabschluĂ des WeiĂbachs bildet ein imposanter Canyon - die Speik, deren Name wiederum mythologisch interessante Aspekte aufweist. Am Beginn der Speik öffnet sich noch einmal der Blick auf jenes Sonnenloch. Die Sonnendurchgangszeiten in diesem Gebiet sind noch unbekannt, doch dĂŒrften sie um die Osterzeit liegen. âWarum findet sich mitten in der WeiĂbachschlucht eine BrĂŒcke aus der Römerzeit?â fragt sich der Diplom SozialpĂ€dagoge, der zudem schamanisch tĂ€tig ist und sich seit Jahren mit den Kraftorten und KultplĂ€tzen des
Alpenraums beschĂ€ftigt. Haben die alten SonnenkultplĂ€tze oder hat ein Teufelsloch in der heutigen Zeit noch eine Bedeutung? In vielen Regionen der Alpen ist ein zunehmendes Interesse an den Mythen, an alten Kraftorten und an Pilgerwegen erkennbar. In einer neuen Form eines sanften Tourismus entstehen Projekte wie zum Beispiel in Ăsterreich die âKraftplatzroasâ
(Reise zu KraftplĂ€tzen), die âHimmelswegeâ in Sachsen-Anhalt oder der âLindenwegâ - eine Art Wallfahrtsweg im SĂŒdtiroler Pustertal. |