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In einer schamanischen Trommelgruppe treffen sich praktizierende Schamanen und schamanisch Tätige, die mehr oder weniger fortgeschritten sind. Ziel für die
Teilnehmer an den meist offenen Gruppen ist das sichere Beherrschen der schamanischen Reise, der Kontakt zu Krafttier und Lehrer. Trommelgruppen haben oft, aber nicht zwingend
eine Intention ( z.B.: Healings; Training schamanischer Fähigkeiten; Persönlichkeitsentwicklung).
Der Ablauf eines Treffens ist nicht festgelegt. Er orientiert sich an den Bedürfnissen und Neigungen der Teilnehmer und an der Tagesqualität (Mondstand,
Jahreszeit/Jahreskreis). Sinnvollerweise legt man sich vorher auf einen ungefähren Zeitrahmen fest. Einleitend trommelt man sich "warm" und ruft seine spirits. Anschließend kann man Vorschläge, Anliegen vorbringen. Das Treffen wird beendet durch eine Runde, in der z.B. Gelegenheit besteht, seinen spirits für ihre Mitarbeit zu danken.
Ich leite eine Trommelgruppe in der hellen Jahreshälfte von Mai bis Oktober in Siegsdorf-Eisenärzt (Chiemgau/Obb.)  und in der dunklen Jahreshälfte von November bis April in Großgmain bei Salzburg. Bei beiden Trommelgruppen arbeiten wir insbesondere mit den Ortsgeistern, die sich durch die aussergewöhnliche Qualität eines Kraftortesund eines früheren Kultplatzes auszeichnen.
Die Steinzeit Siegsdorf ist geprägt durch ihre Lage an der Leyline Karlsruhe-Berchtesgaden. Unser überdachter Feuerplatz liegt zwischen den mystischen
Rabensteinen nördlich oberhalb des Diesselbachtals und der Wallfahrtskirche Maria Eck südlich oberhalb des Diesselbachtals. Während der schamanischen Arbeit hört man die Glocken von Maria Eck und
spürt die Nähe dieses spirituellen Heilzentrums. Aber genauso vernimmt man die Stimmen der Tiere der Dämmerung und der Nacht und anderer Naturwesenheiten. Die 4 Elemente, repräsentiert durch den Diesselbach und dem Teich (Wasser), zwischen denen die Feuerstelle (Feuer
) liegt, den Wind (Luft), der durch das Tal zieht und die Rabensteine (Erde), laden zu entsprechenden alpenschamanischen Naturerfahrungen ein. Bei meinen Trommegruppen beziehe ich stets die
Tagesqualität im Jahreskreis oder mythologische Aspekte mit ein. In der Steinzeit Siegsdorf findet seit 2003 jährlich das
Alpenschamanentreffen statt. Jenes Ereignis mit seinen Heilungsritualen hinterläßt natürlich auch energetisch seinen Spuren und wirkt auf unsere schamanische Arbeit ein. Nach der schamanischen Reise/Arbeit sitzen wir noch gemütlich am Feuer bei Speis und Trank zusammen und lassen jenen sinnenfreudigen Abend ausklingen.
Wir treffen uns jeweils einmal im Monat an einem Donnerstag, um 19 Uhr, um schamanisch zu reisen. Der Technik nach sind solche Reisen Selbsthypnosen, aber geplant und gesteuert als Reisen in
die unbewussten Teile der Seele mit ihren archetypischen Strukturen und in die nichtalltägliche Realität, zu den Krafttieren in der Unteren Welt, zu den Lehrern und Ahnen in der Oberen Welt
und zu den Menschen in der Mittleren Welt. Der Schamane und schamanisch Tätige benutzt Krafttiere und Lehrer als Hilfsgeister; sie sind ihm dienstbar.Nach dem Verständnis des
Neoschamanismus sind Krafttiere und Lehrer Instanzen in uns selbst. Da meine Krafttiere und meine Lehrer Teile von mir selbst sind, versteht es sich, dass ich achtsam und rücksichtsvoll mit ihnen umgehen.
Rainer Limpöck “Weisser Adler”
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