Trommelgruppe Kreissenhöhle

Kreissenhöhle am Schroffen bei Bad Reichenhall im Rupertigau/Oberbayern

ehemalige Trommelgruppe Steinzeit (2005-2009)

bitte mitbringen:
Decke / Isomatte,
Taschen(Stirn-)lampe
Trommel / Rassel (falls vorhanden)

Spenden
sind willkommen

Termine

Sommer / Herbst 2011

auf Anfrage

 

Warum schamanisch arbeiten in einer Höhle?

Der Eintritt in die Höhle (Unterwelt)Kreissenhöhle mit Filmteam 
vom Bayerischen Fernsehen wird zum schamanischen Tod , der Austritt zur Wiedergeburt. Wir kehren zurück in den Bauch von Mutter Erde und machen eine archaische Erfahrung in der Wildnis. In unserer reizüberfluteten Alltagswelt sind Orte der Stille selten geworden. Manche Kraftorte oder frühere Kultplätze erweisen sich noch aufgrund ihrer abseitigen Lage als Orte der Stille. An ihnen ist Einkehr und Heilung möglich. Höhlen gehören zu diesen seltenen Orten der Kraft. Sie wurden schon zu Urzeiten bewohnt oder zu Kultzwecken genutzt. Die Komposition aus Stein und Stille bildet für uns die Kulisse für schamanische Reisen. Das Platzangebot ist begrenzt und eng – fast wie in einer Schwitzhütte. Die Sinneseindrücke beschränken sich auf Trommeln, Fels und Tönen. Wir zeigen unser Antlitz dem Geist der Höhle und bitten um Aufnahme. Wir ziehen den „goldenen Ring“ – den magischen Schutz- und Bannkreis.
Wir trommeln uns ein, nehmen Kontakt mit dem Stein um uns herum auf.
Wir gehen auf die schamanische Reise.

In einer schamanischen Trommelgruppe treffen sich praktizierende Schamanen und schamanisch Tätige, die mehr oder weniger fortgeschritten sind. Ziel für die Teilnehmer an den meist offenen Gruppen ist das sichere Beherrschen der schamanischen Reise, der Kontakt zu Krafttier und Lehrer. Trommelgruppen haben oft, aber nicht zwingend eine Intention ( z.B.: Healings; Training schamanischer Fähigkeiten; Persönlichkeitsentwicklung).

Der Ablauf eines Treffens ist nicht festgelegt. Er orientiert sich an den BedĂĽrfnissen und Neigungen der Teilnehmer und an der Tagesqualität (Mondstand, Jahreszeit/Jahreskreis). Sinnvollerweise legt man sich vorher auf einen ungefähren Zeitrahmen fest. Einleitend trommelt man sich "warm" und ruft seine spirits. AnschlieĂźend kann  man Vorschläge, Anliegen vorbringen. Das Treffen wird beendet durch eine Runde, in der z.B. Gelegenheit besteht, seinen spirits fĂĽr ihre Mitarbeit zu danken.

Ich leite eine Trommelgruppe für Freunde und Gleichgesinnte in der hellen Jahreshälfte von Mai bis Oktober in der Kreissenhöhle bei Bad Reichenhall (Rupertiwinkl/Oberbayern)
und in der dunklen Jahreshälfte von November bis April in Großgmain bei Salzburg.
Bei beiden Trommelgruppen arbeiten wir insbesondere mit den Ortsgeistern, die sich durch die aussergewöhnliche Qualität eines Kraftortesund eines früheren Kultplatzes auszeichnen.

Das Salzburger und Berchtesgadener Land – die Bioregion Untersberg – stellt ein überdimensionales Kraftzentrum dar. In der von Wissenschaftlern erstellten
World Digital Magnetic Anomaly Map zeichnet sich in diesem Raum ein großes erdmagnetisches Anomaliefeld ab. In dessem Zentrum erhebt sich der Untersberg als ein Herzchakra der Erde (Dalai Lama), als Andersweltberg unserer keltischen Vorfahren und als Berg des Lichts neuzeitlicher Visionäre. Landschaftsmythologisch ist die Region durch die schlummernden Kräfte des Untersberg („der schlafende Drachen“ – Dalai Lama) und der Schlafenden Hexe (Lattengebirge) geprägt. Die weibliche Hexenkraft steht der männlichen Drachenkraft (zumindest äußerlich) gegenüber und zusammen beschützen sie den Garten der Percht (Berchtesgaden).
Rund um jenen Garten der Percht pulsieren die Kraftorte und Kultplätze. Zwei Sonnenaugen setzen strahlende Akzente: das Drachenloch am Mondsee (Salzburger Land) und das Teufelsloch im Lattengebirge (Berchtesgadener Land). Sie geben den bioregionalen Rauhnächten ihre einzigartige und mystische Note. Dies ist eine schamanische Alpenlandschaft voller Magie und Mystik, voller Mythen und Wunder.

Mit jenen schlummernden Kräften können wir in der Heimat arbeiten. Wir können sie mobilisieren, um damit unsere Wege zum Selbst, zu unserem Heil und zu unseren Wurzeln zu finden. Die beseelte Natur wird unser Lehrmeister.
Ich arbeite mit Ăśbergangsritualen und schamanischen Reisen an diesen Orten und begleite euch als WanderfĂĽhrer zwischen den Welten.

Bei meinen Trommegruppen beziehe ich stets die Tagesqualität im Jahreskreis oder mythologische Aspekte mit ein.
Nach der schamanischen Reise/Arbeit sitzen wir noch gemĂĽtlich zusammen und lassen jenen sinnenfreudigen Abend ausklingen.
Wir treffen uns jeweils einmal im Monat an einem Donnerstag (2. Donnerstag im Monat), um 18:30 Uhr, um schamanisch zu reisen. Der Technik nach sind solche Reisen Selbsthypnosen, aber geplant und gesteuert als Reisen in die unbewussten Teile der Seele mit ihren archetypischen Strukturen und in die nichtalltägliche Realität, zu den Krafttieren in der Unteren Welt, zu den Lehrern und Ahnen in der Oberen Welt und zu den Menschen in der Mittleren Welt. Der Schamane und schamanisch Tätige benutzt Krafttiere und Lehrer als Hilfsgeister; sie sind ihm dienstbar.Nach dem Verständnis des Neoschamanismus sind Krafttiere und Lehrer Instanzen in uns selbst.
Da meine Krafttiere und meine Lehrer Teile von mir selbst sind, versteht es sich, dass ich achtsam und rĂĽcksichtsvoll mit ihnen umgehen.

Rainer Limpöck
“Weisser Adler”