Untersbergmedizinrad
zu Maria Himmelfahrt - 15.08.2007
 
Medizinweg Untersberg: „Der Untersberg ruft“ 
 

Medizinrad in der Almbachklamm

 Ein Himmelfahrtstag im Jahre 2007 – ein Tag, an dem die Wettergeister im Berchtesgadener Land gute Laune hatten.

Und für mich stellte sich wieder mal die Frage, wie viele Menschen werden meiner Einladung zu einer Installation eines Keltenrades zu Füssen des Untersbergs folgen. Als wir genau vor einem Jahr in einer Höhle der legendären Mittagsscharte unseres heiligen Berges jenen alpinen Steinkreis bauten, fanden sich zu Beginn exakt 36 Menschen ein. 36 Menschen für 36 Steine!

Und dieses Resonanzphänomen wiederholte sich dieses Jahr wieder!

Doch es gab noch ein weiteres besonderes Erlebnis. Während ich die letzten Meter durch den Almbachwald schritt und bereits in Sichtweite der Madonna war, sah ich auf einer der Ruhebänke einen Mann sitzen. Zunächst spekulierte ich noch, doch meine Vermutung stellte sich bald als richtig heraus. Jener letzte, noch lebende „alte Wissende“ um die Geheimnisse dieses Kraftortes mit seiner Heilquelle war es. Und da ich ihn bisher nur telefonisch kannte, sollte ich ihn nun persönlich kennen lernen.

Er wusste nichts von meinem Aufruf zum Medizinradbau bei der Madonna, aber er hatte gespürt, dass an diesem Tag jemand kommen sollte, für den er die wahre Geschichte mitgebracht hatte. Ja, er hatte tatsächlich Fotos von den Ursprüngen des Ortes und weiteres schriftliches Material dabei. Schließlich erklärte er sich bereit, unsere Pilgergruppe zu informieren. Er sprach über die Visionen seines Freundes, der die Heilquelle im sumpfigen Ufergelände des Almbachs fand und ausgrub. Sie bauten schließlich gemeinsam die Quellfassung und einen Kräutergarten.

Vieles dieser wundersamen Geschichte ist wohl kaum für die Öffentlichkeit bestimmt und wird daher von mir auch nicht weiter ausgeführt. Der „Wissende“ klärte uns auch darüber auf, dass eben nicht der berühmte bayerische Seher Alois Irlmaier
den Platz gefunden hatte, wohl aber eine ihm überlassene Madonna an den Kraftortfinder weitergab und dieser sie an jenen Ort brachte. So kam es zum Namen „Irlmaiermadonna“.

Er sprach – sichtlich ergriffen - von Wundern und Heilung in Zusammenhang mit dem Ort und ein Funke schien auch auf die Gruppe übergesprungen zu sein.

Konnte vor dem Medizinradbau etwas Schöneres passieren, als dass wir mit dem guten Geist und den Visionen des Ortes vertraut gemacht wurden?

Inzwischen war es Mittag geworden: die heilige Zeit am Maria Himmelfahrtstag am Untersberg, von der die Sage berichtet, dass sich dann ein Zeitportal öffnet. Letztes Jahr erstrahlte die Höhle in einem  goldenen Licht – wundersam... aber letztlich doch erklärbar durch die unscheinbare Deckenöffnung der Höhle, einem sogenannten Tagschlot.

Ich selber geriet damals aber in eine Art Zeitsog, der mein weiteres Leben nachhaltig beeinflusste und ĂĽber den ich an dieser Stelle nicht weiter berichte, wohl aber unendlich dankbar bin fĂĽr dieses Geschenk des Himmels.

Die eigentliche Installation des Keltenrades im Wald neben der Madonna verlief ruhig. Die Stein(wesen) schienen förmlich an ihren Platz zu fliegen. Der einzige Hund der Gruppe zeigte anfangs die typischen Resonanzreaktionen: er bewegte sich exakt im Bereich des entstehenden Kreises, zeigte manchmal sogar den nächsten Steinplatz an, bis er am Ende des Baus friedlich an einem Baum neben dem Steinkreis schlummerte.

Ein Radiästhet (siehe Foto unten) begleitete die Installation und maß vorher und nachher das Kraftfeld, das sich deutlich spürbar aufbaute.

Es wurde gesungen, getönt und meditiert.

Nun liegt er dort – und wirkt – der alpine Steinkreis – als Geschenk für Mutter Erde und unseren heiligen Berg.

 

Zur selber Zeit ist wohl oben auf der Hochfläche des Untersberg durch Od*Chi ein zweites Medizinrad entstanden. Darüber weiß ich noch nichts Näheres.

Die vergangenen Untersbergtage erbachten allerdings einen hoch interessanten Hinweis auf Keltengräber zu Füssen des Untersberg, dem ich nachgehen werde. Es erscheint fast logisch, da ja dort auch 2 Keltenschanzen bekannt sind. Und laut Georg Rohrecker galt der Berg bei unseren keltischen Ahnen als Andersweltberg. Begräbnisstätten zu seinen Füssen wären also tatsächlich anzunehmen, sind aber bisher (!) nicht nachgewiesen.

 

2008 ist ein Höhlen-Besuch zu Maria Himmelfahrt in der Mittagsscharte wahrscheinlich!





36 Steine wollen wir legen
zu Ehren der Mutter - im Kreis.
Unsere Liebe wollen wir geben
Dem heiligen Berg – ganz leis’.

 Dort, wo die Steinmandl stehen
Beim Almbach weit hinten
Werden wir den Medizinweg gehen
Und unser Heil finden.

© Weisser Adler, Juli 2007