Medizinrad im Berchtesgadener Land:
16. Juli 2005 im Wimbachgries
die Nacht vorher:
unruhig, wenig Schlaf, Gewitter und Starkregen...
ich zweifelte wiedermal am Gelingen!
Doch am Morgen war es wieder schön und wir trafen uns alle an der Wimbachbrücke. “ALLE” = 7 - eine magische Zahl - und ein Hund (der bereits das Almmedizinrad kannte).
Schon am Parkplatz der Hinweis: das Wimbachgries ist wegen
Unwetterschäden nur über die Klamm erreichbar - der Hauptweg war also gesperrt. Unruhe.
Doch die Klamm zeigte sich von einer extrem kraftvollen Seite. Das Wasser des nächtlichen Unwetters donnerte durch die Klamm und
Nebelschwaden, verursacht durch Feuchtigkeit und Morgensonne gaben ihr einen mystischen Charakter.
3 Wanderer waren vorausgegangen. Wir hatten einen Treffpunkt vereinbart - doch
nichts funktionierte. Das Handy hatte hier keinen Empfang mehr. Es dauerte lange, bis alle zusammenfanden und sich wieder "versöhnt" hatten. Unruhe.
David lotste uns bald vom Normalweg quer übers Gries hinüber auf die Watzmannseite.
Von dort sollten wir die Adlerwand immer im Blick haben...
ADLER ??? Alte Erinnerungen kamen hoch: hatte ich nicht vor langer Zeit auch schon die Steinadler beobachtet? Ich stand im
Gries und dachte: ich geh nicht eher aus dem Gries, bevor ich "meine" Adler wiedergesehen habe. Im selben Moment sah ich in
die mächtige Felswand, die sich uns gegenüber erstreckte - die Adlerwand. Und da waren sie: erst einer, dann sah ich den zweiten.
Keiner der anderen sah sie - doch ich "schwebte" meinen Adlern entgegen. Erst später verstand ich das Zeichen. Wir gingen
weiter, aber schon nach kurzem fanden wir uns an einem Platz wieder, an dem die Qigongfrau anbot, uns mit Qigong zu energetisieren. Es war ein schöner, angenehmer Platz inmitten eines breiten Grünstreifens neben dem Gries.
Kurz nach Beginn des Qigongs begann Purzl (der Dackel) zu bellen. Er schien unruhig - irgendwas zu spüren. Doch sein Bellen
echote durch die nahe Felswand, die zum Watzmann emporstieg, zurück - und das machte ihn noch unruhiger. Er bellte sein Echo an - oder war es etwas anderes - der Berggeist?
Wir lachten und konzentrierten uns weiter auf das Qigong. Dann ging es weiter, sanft ansteigend dem eigentlichen Ziel entgegen.
Noch in der Nähe des Qigongplatzes fand ich eine beeindruckende Wurzel, die ich schließlich mitnahm. David wollte noch eine
halbe Stunde bis zum ersten Brotzeitplatz laufen, doch der Himmel verdüsterte sich. Obwohl Regen in der Luft lag, setzte plötzlich ein heißes Wüstenklima ein. Fallwinde mußten dies bewirkt haben - aber warum? Ein Zeichen?
Vor uns bzw. über uns in den Steilwänden des Hochkalters hatte sich eine rasch heranziehende Regenwand gebildet - sie sah
bedrohlich aus. Sie zwang uns zur Umkehr und liess uns nur wenig Zeit, Regenbekleidung anzulegen. Zum Glück waren wir in der
Nähe des Wimbachschlosses und erreichten jenes in wenigen Minuten. Unter den Bäumen warteten wir den Starkregen ab und
entschlossen uns, schließlich doch wieder ganz abzusteigen, da es sich einregnete. Das Medizinrad sollte wohl ein anderes Mal gebaut werden.
Während des Abstiegs - diesmal direkt unter den Adlerwänden - kam mehrmals wieder die Sonne hervor und wir überlegten
mehrmals, doch noch den geplanten Weg einzuschlagen. Schlielich kamen wir zu der Stelle, an der wir am Vormittag ins Gries
eingestiegen waren. In der Nähe steht eine Schutzhütte und hier wollten wir ausgiebig Brotzeit machen. Wir mußten nicht in die
Hütte, sondern saßen um einen großen Tisch im warmen Sonnenschein vor der Hütte und stärkten uns. Direkt neben uns lag eine Quelle, an der wir tranken und unsere Flaschen auffüllten.
Jetzt beschlossen wir, noch nicht ins Tal abzusteigen, sondern nochmals auf die andere Griesseite zu wechseln, um uns dort zu "sonnen" und zu "ruhen".
Plötzlich setzte bei allen das Verstehen ein:
wir waren einen Kreis gelaufen,
jetzt schloss sich der Kreis -
wir gingen automatisch zu einem bestimmten Platz zurück
der Regen hatte uns davon abgehalten zum eigentlich geplanten Platz aufzusteigen
die Adler hatten mir das Zeichen gegeben, diesen Platz zu wählen
dort, wo wir uns vormittags energetisiert hatten
dort, wo der Hund den Berggeist angebellt hatte
dort, wo die außergewöhnliche Wurzel lag
dort, wo in der Nähe Bauarbeiten im Gange waren, um den vom Unwetter in Mitleidenschaft gezogenen Fahr- und Wanderweg wiederherzustellen und zu stabilisieren
und genau dort, wo ich bei meiner Medizinrad-Ankündigung im Forum Alpenschamanismus ein Foto aus dem Internet als "Anhaltspunkt" gewählt hatte.
(Foto siehe hier: http://alpenschamanismus.alpenstreckenflug.de/viewtopic.php?p=8020#8020)
ES WAR VÖLLIG VER-RÜCKT !
Und der Bau des Medizinrads verlief so, wie ich ihn schon so oft erfahren und erlebt hatte - im Einklang mit den Elementen:
über unseren Köpfen hatte sich eine Wetter- und Wolkenscheide gebildet. Richtung Untersberg strahlte die Sonne
und in der Richtung, aus der wir kamen war alles dunkel. Als ich den Sommerstein legte, kam für einige Momente die Sonne aus den Wolken. Als der Luftstein ausgewählt wurde, setzte Wind ein - und so ging es weiter.
Als das Medizinrad fertig war und wir Davids Lied vom "Großen Herz" gesungen hatten, ging Purzel - der Dackel - ins Medizinrad, streckte sich genussvoll und legte sich an genau jene Stelle bzw. jenen Stein, der sein
Geburtszeichen ausmacht.
Wir hatten nicht viel Zeit zu verweilen, denn ein neues Unwetter war aufgezogen und wiederum hatten wir nur kurz Zeit unsere Regenbekleidung überzuziehen und übers Gries zurückzulaufen.
Ein letztes Mal umdrehen - im stürmenden Regen - auf der anderen Griesseite und ein Schmetterling flatterte vor uns...
David - der zum Medizinradbau eingeladen hatte - war klargeworden, dass es im Gries insgesamt 3 Medizinräder
geben wird. Fragt nicht warum - aus dem selben Grund, warum unser erstes Medizinrad an genau jener Stelle gebaut werden wollte.
Ich danke dem Großen Geist, den Geistern der 4 Winde, des Himmels, der Erde und der Adlerwände,
dem Berggeist,
"meinen" Adlern
und David, dass er uns dazu eingeladen hat.
WhiteEagle
so präsentierte sich die Klamm am Rückweg (Foto 1) - vergleicht dazu das Foto (Foto 2) von der Klamm am Morgen: