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Karin Buchart Die 13 Plagen in den Alpen Alte Heilmittel und alte Heilweisen im Pinzgau

Das Buch Die 13 Plagen in den Alpen und die Hilfe mit natürlichen Heilmitteln
entstand aus einem Forschungsprojekt, bei dem Pinzgauer Saalachtaler zu alten Heilmitteln und Heilanwendungen ihrer Region befragt wurden. Stubenhockerplagen, Stammtischplagen, Mountainbikerplagen: unter solchen oder ähnlichen Rubriken findet man/frau passende
Heilmittel und -anwendungen. Selbst allzu "esoterische" Anwendungen wie das Einreiben mit Saugalle gegen Erfrierungen werden nicht vorenthalten, wenn auch mit Augenzwinkern und warnend erhobenem Zeigefinger.
Durchführer und Träger des Projekts ist übrigens der Verein Traditionelle Europäische Heilkunde, der sich laut seiner Homepage zum Ziel gesetzt hat
- altes, regionales Heilwissen zu erheben, zu dokumentieren, aufzubereiten, weiter zu entwickeln und der Allgemeinheit zugänglich zu machen
- eine Kommunikationsplattform für Traditionelle Europäische Heilkunde
- Öffentlichkeitsarbeit für die Wiederbelebung der Traditionellen Europäischen Heilkunde
- Fortbildungen im Bereich Traditionelle Europäische Heilkunde
- die Herstellung von TEH Produkten und TEH Dienstleistungen
- die Entwicklung von Tourismusangebote zum Thema Traditionelle Europäische Heilkunde
Resi Harrer, die Obfrau des Vereins TEH, wird auf den Verein und seine Entwicklung gehen. Karin Buchart
wird ihr Buch vorstellen. Das Buch beschreibt alte Heilmittel und alte Heilweisen gegen moderne Plagen. Darin
erfährt man zum Beispiel, wie gestressten Managern, Snowboardern mit blauen Flecken bis zu Teenagern mit Knutschflecken und
unreiner Haut geholfen werden kann. Geraten wird im Buch etwa zu Fichtennadel-Inhalationen bei Schnupfen, zu Weißkraut-Auflagen bei Zerrungen, zu Walnussblätter-Bädern bei Fußschweiß. “Sellerie stählt die Nerven”
, lautet der Ratschlag für beruflich extrem geforderte Menschen, Nussschnaps ist für den Magen gut, Krenhonig wirkt blutdrucksenkend. Interessantes aus den regionalen
Archiven bringen den Lesen manchmal auch zum Schmunzeln. Altes Heilwissen wird auch heute noch gerne in Haushalten angewendet, etwa Zwiebelschmalz als Erkältungsblocker, Essigpatscherl
gegen Fieber, Rettich und Kandiszucker als Hustenstopp. Wie so manches Wehwehchen unserer hektischen, schnelllebigen Zeit durch uralte Rezepte kuriert werden kann, das zeigt jetzt das Buch
"Die 13 Plagen in den Alpen". Das im Rupertus-Verlag herausgegebene Werk entstand im Rahmen des EU-Interreg IIIA-Projekts "Traditionelle Europäische Heilkunde" im Pinzgauer Saalachtal.
In Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg hat Autorin und Ernährungswissenschafterin Karin Buchart aus Unken 35
PinzgauerInnen viele Stunden über tradiertes Wissen interviewt. Besonders bei den Bauern am Berg - deren Vorfahren den Doktor schwer erreichten - erfuhr sie vieles über natürliche Heilmittel.
Bucharts Quellen sind auch alte Schriften, wie das 250 Jahre alte "Rezeptbüchl" aus Lofer oder das "Salzburger Intelligenzblatt" um 1780
(die erste Zeitung in Salzburg) mit Gesundheitsratschlägen. Zum Schmunzeln lädt das Werk bei einigen Anwendungen ein, die für die
heutige Zeit nicht mehr geeignet sind: einen schwarzen, verfaulten Apfel würde sich heute wohl niemand mehr aufs Ohr legen oder den Geruch von Saugalle als Einreibung gegen Erfrierungen ertragen.
am 27.03.09 im Restaurant St. Florian in Bayerisch Gmain Beginn: 19:00 Uhr Dauer: 1,5 Stunden Preis: 8 Euro Reservierung empfohlen unter info@alpenschamanismus.de oder Tel. 0049 (0)8651 965763 oder ganz einfach online
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