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Reichenhaller Tagblatt |
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Mein Originaltext mit den rot hervorgehobenen nicht veröffentlichten Abschnitten: |
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Lebendige Mythen im Alpenraum Das Teufelsloch im Lattengebirge war wieder aktiv. Wie bereits im Januar diesen Jahres berichtet, war auch jetzt der Sonnendurchgang durch das Teufelsloch in der Schlafenden Hexe wieder zu sehen. Das Phänomen ist in Bayerisch Gmain 2 x im Jahr an jeweils 3 Tagen zu sehen. Und zwar vom 20. bis zum 22. November (13:20 Uhr bis 13:25 Uhr) und vom 18. bis zum 20. Januar (13.47 Uhr bis 13:52 Uhr). Das Ereignis an sich ist schon etwas Besonderes, doch an den erwähnten Tagen ist es an einem mystischen Ort, dem keltischen Grabhügel auf dem Gelände der Behinderteneinrichtung – Haus Hohenfried – zu sehen. Hier wurde bereits 1929 infolge von archäologischen Grabungen der Nachweis einer keltischen Grabanlage erbracht. Die keltische Geschichte, die in unserer Region in vielen Orts-, Flur-, Gewässer- und Bergnamen wiederzufinden ist, wie es der Salzburger Sachbuchautor Georg Rohrecker in seinem Buch „die Kelten Österreichs“ nachweist, zeigt sich auch durch zahlreiche Siedlungsspuren, die insbesondere durch das Keltenmuseum in Hallein und das nachgebaute Keltendorf am Dürnberg mit seinen vielen archäologischen Fundorten bekannt sind. Doch wer kennt schon die keltischen Anlagen im Berchtesgadener oder im benachbarten Traunstein Landkreis? Die Kelten sind inzwischen als eine europäische Hochkultur bekannt, die eine starke Naturbezogenheit kannte. In den Sagen des Berchtesgadener und Salzburger Alpenraums sind Hinweise auf keltische Naturgottheiten und Kultplätze, die in heutiger Zeit als sogenannte Kraftorte eine Renaissance erfahren. Während im benachbarten Österreich vorgeschichtliche Kultplätze bereits touristisch, aber auch pädagogisch wertvoll vermarktet werden (Beispiel: das „mystische Waldviertel“), sucht man in unserer Region immer noch nach Kompensationsmöglichkeiten für überholte Kurbadstrukturen und besinnt sich mit der neuen Soletherme jetzt auf die vorhandenen Naturresourcen. Doch die heilbringende Kraft des Wassers ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, die Heilkräfte unserer Berge wiederzuentdecken. Die Lage der keltischen Grabhügel sind ein Indiz für Naturverbundenheit. Das erwähnte Sonnenphänomen in Bayerisch Gmain führte daher zur Einrichtung einer imposanten Bestattungsanlage. Der Grabhügel hat beeindruckende
Ausmaße. Auch geologisch gesehen, ist der Grabhügel interessant – liegt er doch genau gegenüber dem Kroennerriff , einem Naturdenkmal aus Ramsau-Dolomit , das aus grossen Auch der Bayerisch Gmainer Bergfriedhof muß von diesem Sonnenphänomen betroffen sein, wie der Schreiber selber feststellen konnte. Um den 25. November bzw. 15 Januar jeweils um die Mittagszeit müßte das Ereignis dort zu beobachten sein.
Während der Grabhügel in Bayerisch Gmain in Privatbesitz ist, kann man bei Inzell-Burgstall eine entsprechende Grabanlage in freier Natur besichtigen. Die Inzeller Anlage, die unter Denkmalschutz steht, allerdings (noch) nicht archäologisch untersucht wurde, ist ausgerichtet auf den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs bei der Sommersonnenwende und steht in Zusammenhang mit dem mystischen Falkenstein. Der Autor dieses Artikels bietet geführte Wanderungen zu den Kraftorten und Kultplätzen unserer Region an. |
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