Webcam: Blick auf Lattengebirge / Teufelsloch

das Teufelsloch

Webcam: aktuelles Wetter im Lattengebirge

20.01.08:
die Entdeckung des
2. Sonnenlochs im Lattengebirge ?

der Sonnendurchgang im Dezember 2003 von Bayerisch Gmain aus gesehen.

Sonnendurchgang am 21.November 04

Sommersonnenwende 2003:
beim Sonnenaufgang scheint die Sonne ins Teufelsloch, danach fĂ€llt ein Schlagschatten auf den keltischen GrabhĂŒgel

Sommersonnenwende 2003:
Blick ins Tal und auf das GelÀnde von Hohenfried
mit dem GrabhĂŒgel.
Mitten im Loch wurde von einem Alpenschamanen ein Runenstab aufgestellt.

die Fotos 3 bis 6 wurden mir von Klaus Krebs ĂŒberlassen. Vielen Dank!

 

Endstand der geomantischen Forschungen am Teufelsloch Winter 2003/2004:

Sonnendurchgang durchs Teufelsloch auf den keltischen GrabhĂŒgel
vom 20. Januar bis 22. Januar
13:47 Uhr bis 13:52 Uhr

daraus ergeben sich rechnerisch die Sonnendurchgangstermine im November
vom 20. November bis 22. November

Am 21. und 22.1. konnte ich in Begleitung des HĂŒters des Ortes und einer Freundin die Energie und Resonanz mit den Naturwesenheiten erfahren und beobachten. Die Sonne zeigte sich nur jeweils kurz vor dem Loch, bevor sie wieder hinter Wolken verschwand.

Am 21.1. schĂŒttelten sich 15 min vor dem Zeitpunkt die BĂ€ume auf dem GrabhĂŒgel, so daß wir stĂ€ndig am flĂŒchten vor weißen Schneelawinen und Schneestaub waren. Der Wind setzte sich fort durch die HĂ€nge oberhalb der Teufelsschlucht in Richtung Teufelsloch. Es sah aus, als wollte die Elemente versuchen, das Loch von Nebel und Wolken freizupusten - was ja auch teilweise gelang (siehe Fotos).
Um 13:47 waren plötzlich Kirchenglocken und Donner (Böller?) zu hören - so als ob sie den exakten Termin damit bestimmten.
Dann herrschte absolute Ruhe und Windstille.....

Am 22.1. empfing uns im Zwergenwald ein Rabe, der die ganze Zeit krĂ€hte - so als ob er aufforderte, uns zu beeilen. Als wir den GrabhĂŒgel bestiegen hatten, flog der Rabe vom Zwergenwald hinauf und setzte sich auf den höchsten Baum   am GrabhĂŒgel . Kurz vor dem Sonnendurchgang begann er eigenartig zu krĂ€hen - bis es 13:47 Uhr war. Weiter entfernt hörten wir wieder einen Raubvogel (Falke?), wie schon bei den letzten Beobachtungen. Dann flog der Rabe fort.

Am Durchgangszeitpunkt ist der astrologische Wechsel vom Steinbock zum Wassermann!
Das besondere dieses Jahr (2004) war das Zusammenfallen mit dem Neumond.
Die beiden SonnendurchgĂ€nge umschließen somit jeweils den Zeitraum von einem Monat vor der Wintersonnenwende und einen Monat danach. Sie umschließt somit auch die Adventszeit und Weihnachtszeit, das keltische Julfest, die Wintersonnenwende, die RauhnĂ€chte und den Jahreswechsel.

Ein weiterer Kultort im hinteren Weißbachtal wird jetzt von uns beobachtet, da dort ein Sonnendurchgang im FrĂŒhjahr zu erwarten ist. Und wiederum gibt es dort hinten einen HĂŒter.

Vor einigen Jahren wurden am GrabhĂŒgel archĂ€ologische Ausgrabungen vorgenommen und mit dem Ergebnis frĂŒhzeitlicher Siedlungsspuren..

 

mehr
Fotos

und wie es der “Zufall” so will, noch wĂ€hrend des Schreibens am Abschlussbericht (24.01.04) erfahre ich, dass im Reichenhaller Tagblatt in der aktuellen Ausgabe ein großer Artikel ĂŒber das Teufelsloch und den Sonnendurchgang erschienen ist. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion kann ich diesen Artikel (zunĂ€chst noch ohne Bild) hier veröffentlichen:

Die Sonne scheint doch durch das „Teufelsloch“
Bayerisch Gmainer kann Feststellung eines Sagen-Forschers klar widerlegen

BAYERISCH GMAIN - Das Lattengebirge mit seinen zerklĂŒfteten, eigenartigen Kalkfelsformationen auf dem Kamm ĂŒber Bayerisch Gmain hat schon von alters her Stoff fĂŒr Sagen und Legenden geliefert wie von der „Schlafenden Hexe“ oder der „Steinernen Agnes“. Weniger bekannt ist das so genannte Teufelsloch, ein Felsentor in einer buckelartigen Erhebung etwa zwischen dem „Alpgarten“ und der „Montgelas-Nase“.

Es geht die Sage, dass um die Sommersonnenwende das Licht der sinkenden Sonne durch das Teufelsloch fĂ€llt, und dann höre man die Sennerin juchezen, die zur „Steinernen Agnes“ verwandelt auf dem Lattenberg steht. Als sie vom Teufel verfolgt wurde, sank sie vor der Felswand hilflos nieder und rief die Mutter Gottes um Beistand an. Da öffnete sich der Stein und gab einen Fluchtweg frei. Doch der Teufel war schon zu nahe. Er folgte der Sennerin durch das „Teufelsloch“, konnte des MĂ€dchens jedoch nicht habhaft werden, denn es wurde zu Stein verwandelt, und seine Seele fuhr in den Himmel auf. Soweit die Sage.

Die „sagenhafte“ Behauptung, dass um die Sommersonnenwende Licht durch das Felsenloch fĂ€llt, bestreitet allerdings der Sagen-Forscher A. Helm in seinem BĂ€ndchen „Hallthurm“, 1960 vom Archiv des Berchtesgadener Landes herausgegeben. Auch um die Wintersonnenwende sei dies nicht der Fall. Diese Aussage kann ein Bayerisch Gmainer nun aber grĂŒndlich widerlegen.

Er hielt sich an einem klaren Wintertag kurz vor Weihnachten in seinem Garten in der NĂ€he des Gasthauses „Dreisesselberg“ auf, als kurz vor 13 Uhr die Sonne hinter dem Lattengebirge verschwand. Kurze Zeit darauf nahm er ein seltsames Leuchten wahr. Plötzlich stand er wieder im Licht, und mitten aus dem Felsen am Kamm des Gebirges fiel ein gebĂŒndelter Strahl wie von einem starken Scheinwerfer auf das GrundstĂŒck.

Nach kurzer Zeit war der „Spuk“ vorbei, und ĂŒbrig blieb nur ein kleiner weißer Fleck im Felsen, das „Teufelsloch“. Die Sonne hatte beim Untergehen eben durch dieses Loch geschienen. Da fiel ihm wieder das SagenbĂŒchlein ein, an dessen grafischem Entstehen er selbst als junger Mann mitgewirkt hatte, und die dort zu findende offensichtlich nicht zutreffende Aussage ĂŒber die Sonne und das Teufelsloch.

Der Bayerisch Gmainer konnte das PhĂ€nomen mehrere Tage hintereinander beobachten zwischen dem 18. und 26. Dezember, allerdings nur von einem eng begrenzten Ort aus. Lediglich 15 Meter weiter, im Garten des Nachbarn, den er an seinem Erlebnis teilhaben lassen wollte, „funktionierte“ die Teufelsloch-Erscheinung bereits nicht mehr. Die ErklĂ€rung dafĂŒr hat der Autor des Beitrags in dem BĂŒchlein „Hallthurm“ allerdings parat. Er beschreibt die geologische Seltenheit exakt:

Das Teufelsloch befindet sich demnach etwa 1.585 Meter hoch gelegen auf dem vom Dreisesselkopf nach SĂŒdost verlaufenden Felsenkamm, östlich des Keilkopfes. Es handelt sich um eine Auswitterung in Gestalt eines Felsentors oder Felsenfensters. Dieses ist rund drei Meter breit, auf der Nordostseite, die der Gmain zugewendet ist, rund 2,50 Meter hoch, und seine Tiefe beziehungsweise LĂ€nge betrĂ€gt etwa sechs Meter. Dass die hindurch fallende Sonne nur in einer kurzen Zeitspanne und von einem eng begrenzten Ort aus zu sehen ist, erklĂ€rt sich aus der Neigung des Lochs mit 35 Grad GefĂ€lle entlang der Gesteinsschichtung nach Nordosten. WĂŒrde man durch die Mitte dieses „Tunnels“ eine Linie ziehen, wĂŒrde diese im Garten des Beobachters auftreffen.

Am deutlichsten ist das Teufelsloch entlang der Landesgrenze an der Straße von „Schaffelpoint“ bis zum Gasthaus „Dreisesselberg“ am Weißbach zu erkennen, nicht mehr aber weiter in Richtung Pass Hallthurm vom Fuchsstein aus, da es dort von dem Riedel mit dem Freimahderköpfl verdeckt wird.

FĂŒr den Bayerisch Gmainer kam seine Entdeckung umso ĂŒberraschender, als er bereits seit mehr als 40 Jahren auf dem GrundstĂŒck wohnt und sich sehr oft im Freien aufhĂ€lt, bisher aber noch nie die Sonne durch das Teufelsloch hat scheinen sehen.


Bildunterschrift
Wie ein grell leuchtender Scheinwerfer an den AbstĂŒrzen des Lattengebirges mutet das Licht der Sonne an, wenn es um die Wintersonnenwende durch das „Teufelsloch“ fĂ€llt. Die Aufnahme gelang einem Bayerisch Gmainer mit einer Video-Kamera von seinem
Hausgarten aus.

Was haben Stonehenge (Wiltshire), Goseck (Sachsen-Anhalt)
und das Teufelsloch im Lattengebirge (BGD) gemeinsam?

(Betrachtungen von Rainer Limpöck, 05.02.07)

Stonehenge (Alter: 5000 Jahre)  und Goseck  (Alter: 7000 Jahre) sind von Menschen geschaffene, frĂŒhgeschichtliche Sonnenobservatorien insbesondere zur Bestimmung der Winter- und Sommersonnenwende. Diese sogenannten Henge- (Erdwerk- Monumente) belegen, dass in Europa astronomische Kenntnisse weit frĂŒher vorhanden waren, als bis zu dem Fund von Goseck im Jahre 1991 erwartet werden durfte.Das Teufelsloch im Lattengebirge ist ein “natĂŒrliches Sonnenobservatorium” , das vom Tal aus eine genaue Bestimmung der Winter- und Sommersonnwendzeiten zulĂ€sst.
Jene PlĂ€tze - ob natĂŒrlich entstanden oder von Menschen erbaut - dienten als Versammlungs-, Handels-, Kult- und Gerichtsplatz.
Das Teufelsloch gehört zu den sogenannten “Sonnenlöchern” des Alpenraums. Wenn wir die Alpen als ein beseeltes Gebilde von Mutter Erde betrachten, eignet sich auch der Name “Sonnenaugen der Alpen” .
So ein “Sonnenauge” finden wir auch beim schweizerischen Bergdorf Elm (Kanton Glarus). Dort wurde im Rahmen einer großangelegten Erforschung die Bedeutung des Sonnenlochs als Kalenderfunktion (Sommer- und Winterbeginn) fĂŒr die Elmer Bevölkerung im Jahre 2000 abschließend nachgewiesen. Die Tatsache, dass die Elmer Bevölkerung bis 1798 die Annahme des gregorianischen Kalenders verweigerte, und zwar mit der BegrĂŒndung, dass dadurch die Sonne nicht mehr an den richtigen Tagen durchs Martinsloch scheinen wĂŒrde, zeugt von der hohen Bedeutung, die dem SonnenphĂ€nomen bis weit in christliche Zeit hinein beigemessen wurde. 

Der Sonnendurchgang beim Teufelsloch galt bis in unsere Zeit als Mythos. Im Jahre 2003 konnte Rainer Limpöck zum ersten Mal das PhĂ€nomen beobachten und dokumentieren. Es folgten ausfĂŒhrliche archĂ€ologische und geomantische Nachforschungen, die im Dezember 2006 ihren vorlĂ€ufigen Höhepunkt fanden. Dabei konnte er seine bisherige Vermutung, dass es nicht nur die zwei,  auf einen GrabhĂŒgel bei Bayerisch Gmain bezogenen Ereignisse im November und Januar gibt, sondern auch ein eigentliches “Hauptereignis” auf der gegenĂŒberliegenden Talseite bei Großgmain zu FĂŒssen des mystischen Untersbergs, der auch als “Herzchakra der Erde” bekannt ist, bestĂ€tigt finden:
exakt zur Wintersonnenwende, bestrahlt das “Sonnenauge” die Hochburghöhe - ein ebenfalls markanter HĂŒgel ĂŒberhalb einer kleinen Talebene, genau gegenĂŒber dem Bayerisch Gmainer GrabhĂŒgel.

Er konnte sowohl kalendarische ZusammenhĂ€nge aus christlicher und  keltischer Zeit nachweisen, sowie astrologische ZusammenhĂ€nge. Es scheint ein lĂ€ngst vergessenes Wissen um die Bedeutung des Teufelslochs zu geben. Dies belegen noch die zahlreichen Sagen um das Teufelsloch, sowie Grabungen mit aufgefundenen Siedlungsspuren im Gebiet des GrabhĂŒgels. Auch die DĂ€monisierung nicht erklĂ€rbarer, ĂŒberirdischer VorgĂ€nge ist in den zahlreichen Teufels- und Hexenbenennungen im Alpenraum bekannt. Allein um das Teufelsloch gibt es noch nahegelegene Teufelshörner und eine Teufelsschlucht, wie alte Landkarten belegen.

Auch das nahegelegene Gebiet des Weißbachs scheint noch einige Überraschungen zu bieten. Den Talabschluß des Weißbachs bildet ein imposanter Canyon - die Speik, deren Name wiederum mythologisch interessante Aspekte aufweist. Am Beginn der Speik öffnet sich noch einmal der Blick auf jenes Sonnenloch. Die Sonnendurchgangszeiten in diesem Gebiet sind noch unbekannt, doch dĂŒrften sie um die Osterzeit liegen.

“Warum findet sich mitten in der Weißbachschlucht eine BrĂŒcke aus der Römerzeit?” fragt sich der Diplom SozialpĂ€dagoge, der zudem schamanisch tĂ€tig ist und sich seit Jahren mit den Kraftorten und KultplĂ€tzen des Alpenraums beschĂ€ftigt.
Wussten die Römer noch um jenes SonnenphÀnomen in der Speik und zelebrierten dort vielleicht ihren Mithras-Kult (Mithras=römischer Sonnengott).
Der Name Speik geht auf die alte Benennung der Pflanze Valeriana celtica (Baldrian-Art), “spica celtica” (lat. spica = Ähre, celtica = im Land der Kelten zurĂŒck.
Im Gegensatz zu Stonehenge und Goseck ist es im Bereich der alpinen Sonnenlöcher nicht notwendig gewesen, aufwendige Observatorien zu bauen. Hier reichte die einfache Beobachtung an einem bestimmten Ort, um Sonnwendzeiten feststellen  bzw. den Jahreskreis bestimmen zu können. Vielleicht wurden dort einfache Sonnentempel aus Holz errichtet oder es gab sogar nur einfache FeuerzeremonialplĂ€tze (BrandopferplĂ€tze wie am Langacker in Karlstein, der auch fĂŒr seine Sonnenkultbedeutung bekannt ist).
Bodenuntersuchungen könnten hierzu Aufschluss ergeben.

Haben die alten SonnenkultplÀtze oder hat ein Teufelsloch in der heutigen Zeit noch eine Bedeutung?

In vielen Regionen der Alpen ist ein zunehmendes Interesse an den Mythen, an alten Kraftorten und an Pilgerwegen erkennbar. In einer neuen Form eines sanften Tourismus entstehen Projekte wie zum Beispiel in Österreich die “Kraftplatzroas” (Reise zu KraftplĂ€tzen), die “Himmelswege”  in Sachsen-Anhalt oder der “Lindenweg” - eine Art Wallfahrtsweg im SĂŒdtiroler Pustertal.
Der Klimawandel und das Suchen nach den eigenen Wurzeln, nach der “inneren und Ă€ußeren Heimat” schafft eine Art Aufbruch, eine Sinnfindung, einen Bewusstseinswandel. Die Natur wird wieder als höchstes Gut gefunden und erlebt.
Das Teufelsloch - eine Chance fĂŒr eine ökologische, spirituelle Zukunft.