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In einer schamanischen Trommelgruppe treffen sich praktizierende Schamanen und schamanisch Tätige die mehr oder weniger fortgeschritten sind. Ziel für die
Teilnehmer an den meist offenen Gruppen ist das sichere Beherrschen der schamanischen Reise, der Kontakt zu Krafttier und Lehrer. Trommelgruppen haben oft, aber nicht zwingend eine Intention ( z.B.: Healings; Training
schamanischer Fähigkeiten; Persönlichkeitsentwicklung).
Der Ablauf eines Treffens ist nicht festgelegt. Er orientiert sich an den Bedürfnissen und Neigungen der Teilnehmer. Sinnvollerweise legt man sich vorher auf einen
ungefähren Zeitrahmen fest. Einleitend trommelt man sich "warm", ruft seine spirits. Anschließend bringt man Vorschläge, Anliegen vor. Das Treffen wird beendet durch eine Runde, in der z.B. Gelegenheit besteht seinen
spirits für ihre Mitarbeit zu danken.
Ich leite eine Trommelgruppe in der hellen Jahreshälfte von Mai bis Oktober in der Kreissenhöhle bei Bad Reichenhall (Rupertiwinkl/Oberbayern)
und in der dunklen Jahreshälfte von November bis April in Großgmain bei Salzburg. Bei beiden Trommelgruppen arbeiten wir insbesondere mit den Ortsgeistern, die sich durch die aussergewöhnliche Qualität eines Kraftortes
und eines früheren Kultplatzes auszeichnen. Die alpenschamanische Arbeit im Pfarrsaal Großgmain ist geprägt von dem daneben liegenden Marienheilgarten , einem der stärksten Kraftplätze in der Bioregion Untersberg. Vor und nach der Gruppenarbeit besteht die Möglichkeit, den Heilgarten zu besuchen. Vom Pfarrsaal aus
sieht man direkt in den Heilgarten und auf das Herzchakra der Erde - den Untersberg.
In meiner Gruppe beziehe ich stets die Geister des Untersbergs und des Marienheilgartens mit ein und mache die Teilnehmer mit den Mythen der Region vertraut. Dies ermöglicht u.a. ein Begegnen mit der Wilden Jagd, mit den Untersbergmandln oder
den Drei Wildfrauen in der nichtalltäglichen Wirklichkeit. Wir spüren die Kraft des nahegelegenen Sonnenauges (Teufelsloch) des Lattengebirges, das von
November bis Januar aktiv ist und energetisch insbesondere auf spirituelle Aktivitäten positiv einwirkt.
Wir treffen uns jeweils einmal im Monat an einem Donnerstag um 19 Uhr, um schamanisch zu reisen.
Der Technik nach sind solche Reisen Selbsthypnosen, aber geplant und gesteuert als Reisen in die unbewussten Teile der Seele mit ihren archetypischen
Strukturen und in die nichtalltägliche Realität, zu den Krafttieren in der Unteren Welt, zu den Lehrern und Ahnen in der Oberen Welt und zu den Menschen
in der Mittleren Welt. Der Schamane und schamanisch Tätige benutzt Krafttiere und Lehrer als Hilfsgeister; sie sind ihm dienstbar.Nach dem Verständnis
des Neoschamanismus sind Krafttiere und Lehrer Instanzen in uns selbst. Da meine Krafttiere und meine Lehrer Teile von mir selbst sind, versteht es sich, dass ich achtsam und rücksichtsvoll mit ihnen umgehen.
Rainer Limpöck “Weisser Adler”
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