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Almbachklamm bei Marktschellenberg (Berchtesgadener Land) Anfahrt:
von Berchtesgaden ĂŒber die B 305 nach Marktschellenberg, nach 3 km beschilderte Abzweigung zum Ausgangspunkt Wanderparkplatz Almbachklamm Zeitbedarf (Etappen): 3 Std. (8 km);
AbkĂŒrzung: vor Theresienklause bei Klammmitte Aufstieg nach Ettenberg 1/2 Std. Klamm - Theresienklause 1 Std. / Klause - Ettenberg 1 Std. / Ettenberg - Hammerstiel/Klamm 50 Min Rundweg:
Klamm/Parkplatz -> Ettenberg -> Hammerstielwand -> Klamm/Parkplatz Besonderes / KraftplĂ€tze: KugelmĂŒhle; Theresienklause; Canyoning; Durchkriechsteine und Baumheiligtum bei Hinterettenberg;
Wallfahrtskirche MariÀ Heimsuchung; Heilquelle und Kraftort bei Madonna (hinter Theresienklause) die 5 summenden Buchen in der Klammmitte direkt am Wasser; Einkehrmöglichkeit:
GasthĂ€user âAlmbachklammâ und âKugelmĂŒhleâ am Klammeingang; âMesnerwirtâ bei Ettenberg
Die eher kurze, jedoch Ă€uĂerst lohnende Tour beginnt gleich mit einer Attraktion: mit der KugelmĂŒhle. In kleinen, vom Almbachwasser
gespeisten MĂŒhlen werden Steinbrocken und Steinchen des edlen Untersberger Marmors zu Kugeln geschliffen. Das Murmelspielen ist den Kindern heute fremd. FrĂŒher war das âSchussernâ bei den Buben
recht beliebt. Und diese Schusser wurden zentnerweise in ebensolchen KugelmĂŒhlen hergestellt. Diese MĂŒhle gibt es seit 1683. Sie ist die allerletzte von einstmals 40 KugelmĂŒhlen am Almbach und zugleich Deutschlands letzte.
 Die Almbachklamm ist vom 1. Mai bis 31. Oktober ganztÀgig geöffnet.
Nach Entrichten des Eintrittsgeldes gelangt man zu dem hervorragend angelegten, gefahrlos begehbaren Steig durch die fast 3 km lange Klamm, durch die noch bis in die sechziger Jahre unseres
Jahrhunderts hinein BaumstĂ€mme gedriftet wurden. Zwischen den dunklen, engen WĂ€nden tost das Wasser im Bachgrund. Es bildet Kaskaden und FĂ€lle, schĂ€umt ĂŒber Gesteinsbrocken, sammelt sich in einer Gumpe,flieĂt durch ruhige
Abschnitte. Treppe um Treppe geht man staunend zwischen den steilen KlammwÀnden empor. Bald wandert
man auf Stegen unter ĂŒberhĂ€ngenden Felsen entlang, bald wechselt man ĂŒber BrĂŒcken an die jeweils jenseitigen Bachufer. Von den FelswĂ€nden auf beiden Seiten rieselt zusĂ€tzliches NaĂ.
Je nach Sonnenstand gibt es Lichtreflexe. Gelegentlich lĂ€dt eine Bank zur Rast. Die Farbe des Wassers wechselt von GrĂŒn bis Dunkelblau. Die Vegetation ist
spÀrlich, die SteilhÀnge sind hoch. Je weiter wir hinaufkommen, um so friedlicher wird das Bild. Seilsicherungen und GelÀnder werden seltener. Kinder finden ZugÀnge zum Bach und können sich
erfrischen und spielen. An einer Einbuchtung mĂŒndet ein Graben ein. Ein Steig (Tour-AbkĂŒrzung möglich!) fĂŒhrt hier den
Waldhang hoch und leitet ĂŒber schier endlose Serpentinen aus der Tiefe der Almbachschlucht durch dichtes Unterholz direkt zum Mesnerwirt und der Ettenberger Kirche.
Wir gehen aber bis zum Ende der Ausbaustrecke, bis zur Theresienklause.
Bei der Theresienklause (Höhe 700 m, ursprĂŒngliches GebĂ€ude, nicht bei der gleichnamigen
GaststĂ€tte in Hintergern!) ĂŒberqueren wir die Klamm auf dem alten Staudamm und steigen auf einem reizvollen Steig nach Hinterettenberg hoch. Auf einer wenig befahrenen AsphaltstraĂe erreichen wir den Mesnerwirt
neben der Kirche in Ettenberg, freundlich - mit Selbstabholung und wichtig fĂŒr den Energienachschub. (höchster Punkt mit 832 m).
Von Kirche und HĂ€usern haben wir nun 2 Möglichkeiten abzusteigen. OstwĂ€rts verlĂ€uft der Gatterlsteig (Wegweiser) und nach SĂŒdosten ein Pfad ĂŒber die Wiesen des Almberges
, den wir einschlagen. Ab der Mischwaldgrenze wird der Pfad steiler und etwas schroffig. In Kehren hinunter bis oberhalb der Hammerstielwand, wo der Weg
scharf nach links abbiegt (Vorsicht mit Kindern: die Wand bricht rechts sehr steil ab). Durch den Wald (RuhebĂ€nke) ist man dann rasch wieder im Tal. Hier beim Hammerstielgehöft gehen wir dann sĂŒdwĂ€rts zurĂŒck
zur ZufahrtsstraĂe von der BundesstraĂe und zu den GasthĂ€usern am Klammeingang. Hier lĂ€Ăt es sich noch einmal gut rasten und vielleicht findet man ja auch noch ein nettes Souvenier mit den blankpolierten Marmorkugeln.
Geschichtliches:
 Tiefe Schluchten hat der Almbach eingegraben und auch das harte Gestein wurde durch mitfĂŒhrendes Geröll so
lange ausgehöhlt und ausgewaschen, bis das Wasser das Tal erreicht hat. Bayerische Pioniere aus Ingolstadt bauten 1894 innerhalb eines Monats den Weg durch die 3 km lange Klamm, wobei das GefÀlle von ca. 200 m
zwischen der Theresienklause und dem Ende der Klamm mehr als 320 Stufen, einen Tunnel, 168 m Nischenweg und 29 BrĂŒcken erforderlich machte. Dieser Weg durch die Almbachklamm ist gut gesichert und
begehbar und fĂŒhrt abwechselnd an den Ufern des Almbachs entlang. Durch die Almbachklamm wurde bis 1963 auch Holz getriftet. Dabei ist Nutz- und Brennholz bis zu einer LĂ€nge von 4,50 m durch das enge
Bachbett befördert worden. Zu diesem Zweck erbaute man von 1834 - 1836 am oberen Teil der Klamm eine 14 m hohe, 6 m breite und 17 m lange Staumauer, die man zu Ehren der bayerischen Königin Therese, der
Gemahlin Ludwig I. "Theresienklause" nannte. Hinter dieser Staumauer konnten bis zu 15.000 qm Wasser aufgestaut werden, die beim Ăffnen des Schleusentors mit einem gewaltigen Schwall das in die Klamm
geworfene Holz mitrissen. Am unteren Ende der Almbachklamm beim Gasthaus "KugelmĂŒhle" diente der Steg als Auffangrechen fĂŒr das angeschwemmte Holz. Dort befindet sich auch seit ĂŒber 300 Jahren die letzte
MarmorkugelmĂŒhle Deutschlands. In den Jahren 1989-1990 wurde das Bachbett neu gepflastert und der
Fangrechen zur gleichen Zeit mit der BrĂŒcke neu errichtet. WĂ€hrend der obere Teil der Almbachklamm noch einigermaĂen breit ist, wirkt die
Schlucht nach dem zierlichen "Sulzer-Wasserfall", der aus 114 m Höhe ĂŒber die Felsen stĂŒrzt, beengend. Oft ist das Bachbett nur zwei bis drei
Meter breit. Von den darĂŒberfĂŒhrenden Holz- und Eisenstegen kann man den tiefen Grund des Almbaches sehen und in den ausgehöhlten
Gumpen tummeln sich in dem klaren Gebirgswasser muntere Forellen. Aber auch der Botaniker und Blumenfreund kommt voll auf seine
Rechnung, denn an den HĂ€ngen aus Mischwald ist fast die gesamte Alpenflora vertreten. Es ist jedoch streng verboten, diese geschĂŒtzten Blumen
zu pflĂŒcken. Die 2,5 km lange Almbachklamm gehört mit ihren WasserstĂŒrzen zu den schönsten und wenigen noch erhaltenen wildromantischen
Schluchten in den Bayerischen Alpen. Der Besuch der Almbachklamm ist ein besonderes Naturerlebnis.
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Geomantie der Almbachklamm: Die Almbachklamm gehört nicht nur zu den landschaftlich schönsten Klammen des Alpenraums, sie ist auch geomantisch Ă€uĂerst interessant und attraktiv:
In ihrem Umfeld finden wir bedeutende Wallfahrtskirchen. Oberhalb des KlammauslÀufers, im Norden liegt Maria Ettenberg.
Der Kraftort lĂ€Ăt sich allerdings auĂerhalb der Kirche, bei den Steinplatten und der Linde mit seiner Ruhebank lokalisieren. In der Kirche finden wir Bilder der Drei Bethen. Um Maria Gern im SĂŒden
- von der Klammmitte aus gesehen - rankt sich ebenso wie um Maria Ettenberg die wundersame Geschichte von einem Muttergottesbild, einem Gnadenbild, das zu jenem Kultplatz
âgewandertâ sein soll und damit den spĂ€teren Kirchenbau begrĂŒndet hat. Der Ettenberg selber breitet sich unterhalb der legendĂ€ren Mittagsscharte aus. Auf seiner Höhe finden wir
gewaltige Spaltfelsen, die in frĂŒheren Zeiten meist zu den heilbringenden DurchkriechbrĂ€uchenbenutzt
wurden. Nicht zuletzt gibt es dort Hinweise auf eine Niederlassung (Komturei) des Templer-Ordens und sogar der Heilige Gral soll dort, in einer der zahlreichen Höhlen des mĂ€chtigen, darĂŒber thronenden Untersbergmassiv
zu finden sein.
In den letzten Jahren nahmen die Berichte ĂŒber die heilende Kraft einer Quelle im Bereich der Almbachklamm zu. Dort, wo auch am 14. August die jĂ€hrliche Untersbergwallfahrt eine ihrer Stationen hat, bei der
sogenannten Irlmaier-Madonna,scheint unser heiliger Berg âdasHerzchakra der Erdeâ - ein besonderes Lebenselixier aus seinem Innersten zu verschenken.
Diese Quelle in der Bergwildnis besitzt eine magische Anziehungskraft. Sie gehört âstatistisch gesehenâ zu den meistbesuchten Kraftorten unserer Bioregion und vielleicht sogar des Alpenraums.
Und das, obwohl der Weg zu ihr (bewusst) nicht erhalten wird und nicht fĂŒr jedermann/-frau zu finden ist.
Im Berchtesgadener Heimatkalender 2007 beschreibt Hagen Böhnisch, die fast unglaubliche Geschichte, jener Madonnenstatue und ihren Weg an die Heilquelle. In der Ausgabe 2008 erscheint auzugsweise die Botschaft des Untersbergs, des Berges des Lichts.
Im August 2009 kommt mein Buch âDie Zauberkraft der Bergeâ mit der kompletten Botschaft heraus.
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