Mythen
Es heißt, das Vorhandensein von vielen Mythen deutet auf eine gesunde Gesellschaft. Unser Alpenraum besitzt eine enorme Fülle und einen einzigartigen Schatz von Sagen und Legenden,
Aus der Soziologie wissen wir zudem, dass Mythen identitätssLazarus1atiftend sind. In ihnen steckt das verschlüsselte kollektive Gedächtnis eines Volkes. In den Mythen steckt Wahrheit – doch der wahre Kern ist oft schwer verständlich.
Beachtenswert sind insbesondere die Kelten , als die “erste zentraleuropäische Hochkultur” (Dr. Georg Rohrecker). Ihre Geschichte fand wenig Beachtung und wurde verfremdet oder politisch eingefärbt (römische Geschichtsschreibung) dargestellt. Das Modell des Alpenschamanismus kann durchaus Wurzeln im keltischen Schamanismus - dem Druidentum - besitzen.
Ich möchte jedoch keine geschichtlichen Abhandlungen hier anbieten, sondern Anregungen geben, um Keltisches in unserer Bioregion - dem Alpenraum - wiederzufinden, sei es in Flur-, Berg- oder Gewässernamen oder in Brauchtum und Kultplätzen oder in den Jahreskreisfesten. Und da gibt es noch sehr vieles zu entdecken.
Die Natur war ihnen heilig. Ihre Tempel lagen häufig fern der menschlichen Behausung in der Nähe der Mächte der Natur, auf Hügelkuppen oder in Grotten. Die klassischen Schriftsteller erwähnen heilige Haine, heilige Seen, Tümpel oder Quellen. Man nimmt heute an, dass die Druiden tief im Wald Rituale vollzogen, denn im religiösen Leben der Kelten spielten Bäume eine große Rolle. Das Wort "Druide" hängt mit dem keltischen Wort für Eiche zusammen und Plinius erzählt, von Eichen seien Mistelzweige gepflückt worden.

Ich untersuche insbesondere die Mythen jenes keltischen Andersweltberges – den Untersberg.